Zum Inhalt der Seite

Studie: Etliche Regionen der BRD abgehängt

Berlin. Die regionale Ungleichheit in der BRD verfestigt sich. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Einzelne Regionen befänden sich »in einem Teufelskreis aus Verschuldung, Arbeitslosigkeit und Abwanderung«. Die Studienautoren hatten anhand von 20 Indikatoren die soziale und ökonomische Lage der Bundesrepublik auf Kreisebene untersucht. Das vom Grundgesetz vorgegebene Ziel der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse werde »in der Praxis verfehlt«, so das Fazit. Wie die Ergebnisse zeigen, haben nicht nur Gegenden im Osten, sondern auch Kreise in West- und Norddeutschland mit einer hohen Erwerbslosenzahl, hoher Kinderarmut und mit steigenden Schulden zu kämpfen. Die »abgehängten« Regionen haben immer mehr Schwierigkeiten bei der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das wirtschaftliche Wachstum der vergangenen Jahre habe die bestehenden Ungleichheiten vergrößert und die Gegensätze verschärft. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2016, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!