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Antimilitarist muss vor Gericht

München. Ein Münchner Antimilitarist soll am kommenden Dienstag wegen Hausfriedensbruchs vor Gericht. Am 27. Juni 2015 waren 443 Offiziersanwärter vor dem Nymphenburger Schloss in der bayerischen Landeshauptstadt zu Leutnants ernannt worden. Gegen den Beförderungsappell hatte der Aktionskünstler Günter Wangerin in der Maske des Bundespräsidenten Joachim Gauck protestiert. Feldjäger der Bundeswehr rissen ihn zu Boden. An Heiligabend erhielt Wangerin einen Strafbefehl über 40 Tagessätze in Höhe von jeweils 60 Euro. Dem widersprach der Antimilitarist. (jW)

München, 23. Februar, 13.15 Uhr, Gerichtsgebäude Nymphenburgerstraße 16, Saal A 123

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2016, Seite 4, Inland

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