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Angriff auf Wohnprojekt: Vier Freisprüche

Berlin. Am Donnerstag hat das Dresdner Landgericht vier Angeklagte freigesprochen, denen vorgeworfen worden war, ein linkes Wohn- und Kulturprojekt angegriffen zu haben. Am 19. Februar 2011 hatten mehr als 100 Neonazis das Projekt »Praxis« in Dresden attackiert. Der Mob hatte das Haus mehrere Minuten mit Steinen beworfen. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung. Vor Gericht konnten die Taten den Beschuldigten nicht nachgewiesen werden. Der einzige Zeuge – ein Polizist – konnte auf viele Fragen nicht antworten. Die Sächsische Zeitung berichtete, der Beamte habe auf die Frage hin geschwiegen, weshalb der Demonstrationszug der Neonazis überhaupt bis zum Wohnprojekt vordringen konnte. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2016, Seite 4, Inland

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