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Deutsche Banken gegen EU-Pläne

Frankfurt am Main. Deutschlands Banken wehren sich unvermindert gegen Brüsseler Pläne zu einer gemeinsamen Einlagensicherung. »Den Grundsatz, dass Solidität vor Solidarität geht, muss die Kommission noch lernen«, kritisierte der Chef der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank (DZ), Wolfgang Kirsch, bei der »Euro Finance Week« in Frankfurt am Main. »Ich hielte es für sehr bedenklich, den marktwirtschaftlichen Weg zu verlassen und mit einer Vergemeinschaftung falsche Anreize zu setzen.«

14 von 28 EU-Staaten haben bislang noch kein funktionierendes nationales System zum Einlagenschutz. Die deutsche Kreditwirtschaft befürchtet, dass ihre über Jahre gefüllten Töpfe für Schieflagen im Falle einer gemeinsamen Einlagensicherung in anderen Ländern angezapft werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2015, Seite 5, Inland

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