Zum Inhalt der Seite

Israelische Soldaten erschießen Demonstranten

Kalandija. Bei Protesten gegen die Zerstörung einer Wohnung haben Soldaten im von Israel besetzten Westjordanland am Montag mindestens zwei Palästinenser erschossen. Das Militär zerstörte in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses im Flüchtlingslager Kalandija nördlich von Jerusalem die Wohnung eines Mannes mit Sprengstoff, dem vorgeworfen wird, im Juni einen Israeli getötet zu haben. Der 30jährige Tatverdächtige ist jedoch bisher nicht verurteilt worden. Hunderte Palästinenser versuchten, die Zerstörung in dem Haus zu verhindern. Die Armee gab an, die Protestierenden hätten zuerst auf die Soldaten geschossen, die daraufhin das Feuer eröffneten. Dem Militär zufolge wurden drei Demonstranten getötet, das örtliche Krankenhaus bestätigte zwei Todesfälle. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2015, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!