Zum Inhalt der Seite

Die neuen Nachbarn

Die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin, ein Schlüsselwerk von Karl Friedrich Schinkel, ist arg lädiert. Ein Neubau im Westen habe zu irreversiblen Schäden geführt, sagte Konsistorialpräsident Jörg Antoine am Freitag bei einer Ortsbesichtigung. Gleiches sei nun von einem Bauvorhaben an der Ostseite zu erwarten. »Wir sind entsetzt, wie mit einem Baudenkmal von internationaler Bedeutung umgegangen wird.« Die Kirche ist seit 2012 geschlossen, weil der nur dreieinhalb Meter entfernte Neubau an der Westseite zu Verschiebungen im Boden und klaffenden Rissen im Gemäuer geführt hatte. Ähnliche Schäden lassen sich laut Antoine nun an der Ostseite allenfalls noch begrenzen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2015, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!