-
26.09.2015
- → Feuilleton
Gemeinschaft zur Kirschblüte
Der Massenrausch bei einem Heilpraktikertreffen südlich von Hamburg ist Anfang des Monats wohl gezielt herbeigeführt worden. Dem Organisator werden enge Verbindungen zur sektenähnlichen »Kirschblütengemeinschaft« nachgesagt. Offenbar sollte bei einem »Psycholose« genannten Drogenexperiment eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden. Teilnehmer wurden mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Luftnot und Herzrasen in Krankenhäuser gebracht. Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Im März 2009 sollen bei einer »Psycholose« in Berlin zwei Teilnehmer ums Leben gekommen sein. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!