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Frankreich: SNCF verurteilt

Paris. Wegen der Diskriminierung Hunderter Angestellter marokkanischer Herkunft ist die französische Staatsbahn SNCF am Montag zu Entschädigungszahlungen verurteilt wurden. Das Pariser Arbeitsgericht sprach den meisten von mehr als 800 Klägern am Montag Schadenersatz zwischen 150.000 und 230.000 Euro zu, wie ein Vertreter der Geschädigten mitteilte. Die SNCF könnte der Fall damit rund 150 Millionen Euro kosten. Die marokkanischen Einwanderer waren Anfang der 70er Jahre von der SNCF eingestellt worden. Sie erhielten zwar unbefristete Arbeitsverträge, aber nicht den vorteilhaften Status von Eisenbahnern, der Europäern oder jungen Neueingestellten vorbehalten war. (AFP/jW)

 

 

 

 

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2015, Seite 2, Ausland

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