-
14.09.2015
- → Inland
EU-Kommission gegen Datenspeicherung
Düsseldorf. Die von der Bundesregierung geplante Vorratsdatenspeicherung könnte abermals an der EU-Kommission scheitern. Die Kommission habe Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine Mängelliste zum Gesetzentwurf vorgelegt, berichtete die Rheinische Post (Samstagausgabe). Vor allem die verpflichtende Datenspeicherung im Inland, das Herzstück des Überwachungsvorhabens, wurde von den EU-Oberen gerügt. Abzulehnen sei sie aber nicht, weil sie Grundrechte der Bürger einschränke. Die EU-Kommission kritisiert vielmehr, dass die »Dienstleistungsfreiheit der Unternehmen« beeinträchtigt würde, die zukünftig die Telefon- und Internetverbindungsdaten ihrer Kunden aufbewahren müssten. Bis zum 6. Oktober gilt nun eine sogenannte Stillhaltefrist. Das Gesetz kann bis zu diesem Zeitpunkt nicht verabschiedet werden. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!