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Zeugenflaute im NSU-Prozess

München. Der einzige Zeuge, der am Donnerstag im NSU-Prozess aussagen sollte, hat sich beim Gericht krank gemeldet. Das gab der Vorsitzende Richter Manfred Götzl zu Beginn der Verhandlung in München bekannt. Statt dessen wollte das Gericht mehrere Dokumente aus der Verfahrensakte verlesen lassen, um sie als Beweismittel bewerten zu können. Der Prozess um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) war am Mittwoch nach einem Monat Sommerpause fortgesetzt worden. In der kommenden Woche legt das Oberlandesgericht München eine weitere Pause ein. Regulär geht das Verfahren am 15. September weiter. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.09.2015, Seite 4, Inland

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