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Tschechien erhöht Mindestlohn

Prag. Die tschechische Regierung hat eine Erhöhung des monatlichen Mindestlohns um fast acht Prozent beschlossen. Damit steigt dieser – bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden – vom 1. Januar 2016 an um 700 auf 9.900 Kronen (360 Euro). Tschechien gilt als verlängerte Werkbank für viele deutsche Unternehmen.

»Unser Land hat immer noch einen der niedrigsten Mindestlöhne in der gesamten EU, der sich zudem unter der Armutsgrenze bewegt«, sagte der sozialdemokratische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Donnerstag. Die Gewerkschaften zeigten sich enttäuscht. Dem Arbeitsministerium in Prag zufolge erhalten 2,3 Prozent der Arbeitnehmer den gesetzlichen Mindestlohn. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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