Zum Inhalt der Seite

Exportmarkt ist weggebrochen

Berlin. Das Verbot Russlands, Lebensmittel aus der EU und den USA einzuführen, kostet die deutsche Landwirtschaft Hunderte Millionen Euro. »Russland war einer unserer drei größten Exportmärkte, und der ist praktisch weggebrochen«, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, dem Berliner Tagesspiegel (Donnerstagausgabe) laut Vorabmeldung. Den Schaden bezifferte er auf 600 bis 800 Millionen Euro binnen eines Jahres.

So ist der Umfang der deutschen Milchexporte nach Russland dem Bericht zufolge seit August 2014 von 125 auf acht Millionen Euro gesunken, der Wert der Ausfuhren von Fleisch und Fleischwaren von 175 auf fünf Millionen Euro sowie von Obst und Gemüse von sieben Millionen auf 50.000 Euro. Mit dem Einfuhrverbot hatte Moskau am 6. August 2014 auf die Wirtschaftssanktionen von EU und USA wegen der Ukraine-Krise reagiert. Beide Seiten verlängerten ihre Maßnahmen vor kurzem. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2015, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!