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Antirassismus geht tiefer

Den Urlaub konnte er absagen: Nachdem der Grazer Tattookünstler Alex Smoltschnik ankündigt hatte, antirassistische Motive zum Nullpreis zu stechen, wurde er mit mehr als 600 Anfragen überschwemmt – darunter auch solche aus Griechenland, Frankreich oder der Bundesrepublik. Das berichtete am Sonntag das österreichische Nachrichtenportal kleinezeitung.at. Bis zum November sei er nun ausgebucht, sagte Smoltschnik. Dabei habe er schon Motive ablehnen müssen, etwa Pandabären. »Da wurde argumentiert, dass dieser ja schwarz-weiß, ein asiatischer Migrant und Vegetarier sei.« Mit der Tattooaktion solle gezeigt werden, dass in Österreich nicht »alle rechts« seien. Anmeldungen sind mittlerweile nicht mehr möglich. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2015, Seite 10, Feuilleton

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