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Ungarn: Denkmal für Naziminister geplant

Budapest. Das Menschenrechtsbüro der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat ein geplantes Denkmal für den ungarischen Historiker und Naziminister Balint Homan (1885-1951) scharf kritisiert. Homan gilt als Architekt der ungarischen Judengesetze nach dem Vorbild der »Nürnberger Rassegesetze«. Die Stadt Szekesfehervar will bis Dezember eine Bronzestatue zum Gedenken an ihn errichten. Die Kosten trägt zum Großteil das ungarische Justizministerium. »Die Politik der Null-Toleranz gegenüber dem Antisemitismus, die Ministerpräsident Viktor Orbán verkündet hat, würde durch die Errichtung eines solchen Denkmals schwer beschädigt«, erklärte dazu der Leiter des Menschenrechtsbüros ODIHR, Michael Georg Link, am Freitag in Budapest. (dpa/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.06.2015, Seite 15, Antifaschismus

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