-
04.06.2015
- → Kapital & Arbeit
Euro-Zone: Zu viele ohne Job
Berlin. Die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum ist weiterhin auf einem erschreckend hohen Stand, auch wenn die Quote zuletzt leicht rückläufig war. Im April fiel sie von 11,2 auf 11,1 Prozent, wie das europäische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. 17,85 Millionen Männer und Frauen suchten demnach einen Job. Das waren 849.000 weniger als ein Jahr zuvor und 130.000 weniger als im Vormonat. Laut einer Umfrage des Markit-Instituts unter Tausenden Unternehmen schufen diese im Mai so viele neue Stellen wie seit vier Jahren nicht mehr.
Dennoch bleiben die Chancen für Arbeitssuchende, eine Stelle zu finden, im Währungsraum sehr unterschiedlich verteilt: In Deutschland ist die – nach »EU-Standard« berechnete – Arbeitslosenquote mit 4,7 Prozent am geringsten. In Griechenland hingegen liegt sie bei 25,4 Prozent (im März), in Spanien bei 22,7 Prozent. In Italien fiel die Quote auf 12,4 Prozent.
Allenfalls mäßig sind die Konjunkturerwartungen in der Euro-Zone. Die Industriestaatenorganisation OECD erwartet in diesem Jahr ein durchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,4 und für 2015 von 2,1 Prozent. 2014 waren es nur 0,9 Prozent. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!