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Widersprüche vor Krisentreffen

Brüssel/Athen/Berlin. Unmittelbar vor dem Treffen des griechischen  Ministerpräsidenten Alexis Tsipras mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel am Mittwoch abend, hat der Regierungschef seine bisherige Position bekräftigt. Tsipras forderte am Mittwoch vor seiner Abreise von den Geldgebern mehr Realismus bei den Verhandlungen. Griechenland strebe ein Abkommen an, das es ermögliche, aus dem »wirtschaftlichen Ersticken« herauszukommen und »Untergangsszenarien ein Ende setzt«.

Dagegen sieht Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die griechische Regierung am Zug. Die Entscheidung liege bei ihr, ob sie die Reformvorschläge der Geldgeber akzeptiere oder nicht. Ein Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone (»Grexit«) hätte katastrophale Folgen, warnte Steinmeier in der Neuen Osnabrücker Zeitung (Mittwoch).

An den für 20.30 Uhr (MESZ) angesetzten Gesprächen in der belgischen Hauptstadt soll einem Vertreter des Währungsverbundes zufolge auch Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem teilnehmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) seien ebenfalls mit von der Partie. Der Sprecher der EU-Kommission bestätigte indes nur das Treffen von Juncker und Tsipras. Eine endgültige Lösung werde es am Mittwoch abend nicht geben, fügte er hinzu. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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