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Schlappe für den Klerus

Dublin. Im katholischen Irland stimmten am Freitag die Wahlberechtigten in einem Referendum mit 62,1 Prozent für die Gleichstellung der Homoehe. In anderen Ländern war eine solche Entscheidung bislang stets über Parlamente erfolgt. Die Verfassung soll nun um einen Passus ergänzt werden, wonach eine Ehe »zwischen zwei Personen unabhängig von ihrem Geschlecht« geschlossen werden kann. Die Beteiligung an der Abstimmung lag bei 65 Prozent. Regierungs- und Oppositionsparteien hatten gleichermaßen für ein Ja geworben, während das von der katholischen Kirche angeführte Nein-Lager vor einer Auflösung der Familie warnte. Viele Iren sahen in dem Referendum eine Abrechnung mit dem durch Missbrauchsskandale diskreditierten Klerus. Nick Brauns

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2015, Seite 7, Ausland

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