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Massengräber in Malaysia entdeckt

Kuala Lumpur. Skrupellose Schlepper haben in Südostasien womöglich Hunderte Flüchtlinge und Migranten ermordet oder sterben lassen. In Malaysia entdeckte die Polizei in Padang Besar an der Grenze zu Thailand 139 Gräber mit teilweise mehr als zwei oder drei verscharrten Leichen. Bei den Opfern handelt sich offenbar um Angehörige der in ihrer Heimat Myanmar verfolgten muslimischen Minderheit der Rohingya oder Menschen aus Bangladesch. »Wir wissen noch nicht, wie viele Leichen es sind«, sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar am Montag. Regierungschef Najib Razak zeigte sich schockiert. »Wir werden die Verantwortlichen finden«, kündigte er per Twitter an. Damit bekommt das jüngste Flüchtlingsdrama in Südostasien mit Tausenden Notleidenden auf überfüllten Fischerbooten eine beispiellose Verbrechensdimension. Überlebende und Zurückgebliebene hatten berichtet, das sie oder ihre teils minderjährigen Kinder von Schleppern mit dem Versprechen auf Boote gelockt wurden, sie würden nach Malaysia eingeschleust und könnten dort gute Arbeit finden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2015, Seite 1, Ausland

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