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Rassisten schicken CDU-Frau Hassmails

Hamburg. Nach ihrem Vorstoß für eine private Unterbringung von Flüchtlingen hat die Hamburger CDU-Politikerin Karin Prien zahlreiche Hass-Mails und Drohbriefe erhalten. Seit dem vergangenen Donnerstag habe sie rund 100 anonyme Nachrichten bekommen, in denen sie massiv beschimpft und bedroht wurde, sagte Prien am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Prien hatte vorgeschlagen, dass Flüchtlinge in Zukunft auch in Privathaushalten untergebracht werden sollen, wenn Hamburger Bürger sich dafür freiwillig melden. Dieses Modell würde auch in Berlin funktionieren, sagte sie. Kurz darauf veröffentlichte eine rechte Internetplattform die E-Mail-Adresse der 49jährigen. In zahlreichen Online-Kommentaren und Hassbotschaften wurde Prien nach eigener Darstellung als »Volksverräterin« beschimpft und ihr Gewalt angedroht. Der Staatsschutz und die Polizei ermitteln. Zuvor hatten Medien über den Fall berichtet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2015, Seite 4, Inland

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