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Eisenman zufrieden

Peter Eisenman, Architekt des Holocaust-Mahnmals in Berlin, findet nichts dabei, dass Kinder und Jugendliche in der Gedenkstätte spielen. »Sowas gibt es auch in katholischen Kirchen«, sagte Eisenman der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Imbissbuden an der Seite stören ihn nicht. Zehn Jahre nach der Einweihung habe sich das Denkmal bestens in das Stadtbild eingefügt. »Es sieht weder aus wie ein Mahnmal noch wie ein Friedhof«. Sein anfänglicher Widerstand gegen den zunächst nicht geplanten »Ort der Information» unter dem Mahnmal sei falsch gewesen, sagte der US-Amerikaner. Die Gedenkstätten habe damit eine weitere Dimension erhalten. »Es ist unmöglich, den Mord an Millionen Menschen darzustellen – aber man kann die Geschichte nachzeichnen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2015, Seite 10, Feuilleton

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