Zum Inhalt der Seite

Boxen: Jahrhundertkampf enttäuscht

Las Vegas. Floyd Mayweather junior hat den Angriff von Manny Pacquiao im Rekordboxkampf erfolgreich abgewehrt und bleibt auch in seinem 48. Profiduell ungeschlagen. Der 38 Jahre alte Amerikaner gewann am Samstag (Ortszeit) in Las Vegas den höchstdotierten Kampf der Geschichte gegen den philippinischen Volkshelden klar nach Punkten. Die Richter werteten das Aufeinandertreffen mit 118:110, 116:112 und 116:112 für Mayweather.

Mayweather behält seinen WBC- und WBA-Superchampiontitel im Weltergewicht und bekommt den WBO-Gürtel des zwei Jahre jüngeren Pacquiao. Die Einnahmen des Kampfes betrugen bis zu 400 Millionen Dollar (357 Millionen Euro). Mayweather erhält 140 bis 180 Millionen US-Dollar erhalten, Pacquiao bekommt 100 bis 120 Millionen Dollar.

Der Fight begann mit reichlich Verspätung. Vor den Augen der zahlreichen Prominenten von Steffi Graf und Andre Agassi in Reihe zwei über Basketball-Legende Michael Jordan bis zu den Schauspielern Mark Wahlberg und Clint Eastwood begann Pacquiao überraschend zurückhaltend. Unter lauten »Manny, Manny«-Rufen der Zuschauer wurde »Pac Man« erst nach dem ersten Abtasten aktiver, setzte Mayweather mit einem Trommelfeuer an Faustschlägen unter Druck.

Anzeige

In Runde vier drängte Pacquiao seinen Kontrahenten an die Seile, landete einen klaren Treffer zum Kopf. Mayweather reagierte gereizt, übernahm wieder die Kontrolle. Aufreizend lässig lächelte er die Attacken seines flinkeren, aber auch viel ungenauer schlagenden Gegners weg. Insgesamt zeigte Mayweather die klareren Aktionen, lag auf den Zetteln der Punktrichter deutlich vorne.

Das als Kampf des Jahrhunderts titulierte Duell enttäuschte aus Sicht von Experten und Fans. »Ich habe einen besseren Kampf erwartet, aber beide waren zu vorsichtig«, analysierte Supermittelgewichtschampion Arthur Abraham bei Sky. (jW/dpa)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2015, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!