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BRD soll Genozid an Herero anerkennen

Berlin. Ein internationales Bündnis dringt darauf, dass die Bundesrepublik die Massaker in der ehemaligen Kolonie »Deutsch-Südwestafrika« in den Jahren 1904 bis 1908 als Völkermord anerkennt. Die Ermordung von 90.000 Herero und Nama im heutigen Namibia durch deutsche Truppen sei der erste Genozid im 20. Jahrhundert gewesen, sagte Israel Kaunatjike vom Bündnis »Völkermord verjährt nicht!« am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Nachfahren hätten einen Anspruch auf Entschädigung und sollten in ihre Heimat zurückkehren dürfen.

Die UNO bezeichnet die Verbrechen an den Herero und Nama schon seit 1948 als Völkermord. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Massaker 1915 an den Armeniern im Osmanischen Reich erstmals als Genozid bewertet. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2015, Seite 4, Inland

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