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Keine Klage gegen Argentiniens Präsidentin

Buenos Aires. Die Staatsanwaltschaft in Argentinien will Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner im Zusammenhang mit einem Anschlag auf ein jüdisches Zentrum im Jahr 1994 nicht mehr vor Gericht bringen. Eine strafrechtliche Verfolgung von Fernández könne nicht weiter vorangetrieben werden, erklärte Staatsanwalt Javier de Luca am Montag (Ortszeit) in Buenos Aires. Er reichte seine Stellungnahme bei der Ersten Kammer des Kassationsgerichts ein, dort wird sie nun geprüft. Argentinische Medien rechnen damit, dass die Kammer die Einschätzung von de Luca bestätigt. Dann bliebe nur noch eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof, um gegen die Präsidentin vorzugehen. Bislang wurde aber keine solche eingereicht. (AFP/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2015, Seite 2, Ausland

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