Zum Inhalt der Seite

Naziversteck im Urwald war überflüssig

Buenos Aires. Archäologen haben in einem abgelegenen argentinischen Urwald ein mutmaßliches Versteck deutscher Nazis entdeckt. Bei der Untersuchung von drei Gebäuderuinen im Provinzpark Teyú Cuaré im Norden Argentiniens nahe der Grenze zu Paraguay fand ein Team der Universität Buenos Aires fünf deutsche Münzen aus der Zeit zwischen 1938 und 1941 sowie Meissner Porzellan »Made in Germany«, berichtete die Zeitung Clarín am Sonntag. Offenbar hätten Nazifunktionäre das Geheimprojekt betrieben, für den Fall einer Niederlage im Zweiten Weltkrieg Zufluchtstätten für ihre Anführer »an unerreichbaren Orten, mitten in Wüsten, Gebirgen, an einer Klippe oder wie hier mitten im Dschungel« zu bauen, so der Leiter des Archäologenteams, Daniel Schávelzon. Die Verstecke seien aber nicht genutzt worden, weil die Nazis festgestellt hätten, dass sie in Argentinien unbehelligt leben konnten. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2015, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!