Zum Inhalt der Seite

Schuldeingeständnis unter Zwang abgelegt

Miami. Ein US-Militärgericht hat die Verurteilung eines Australiers aufgehoben, der wegen Terrorunterstützung fünfeinhalb Jahre im US-Lager Guantanamo Bay auf Kuba inhaftiert war. Das Gericht in Miami befand am Mittwoch, dass der Australier David Hicks bei seiner Freilassung nach einem Prozessvergleich 2007 sein Recht auf einen Revisionsprozess nicht aufgegeben hat, wie die Zeitung Miami Herald am Mittwoch abend (Ortszeit) in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Seine Anwälte argumentierten unter anderem, dass der heute 40jährige sein Schuldeingeständnis unter Zwang abgelegt habe. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2015, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!