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Kampf bei Amazon ist Grundsatzkonflikt

Berlin. Dem Arbeitskampf der Belegschaft des Online-Versandhändlers Amazon kommt eine über den deutschen Ableger des US-Giganten hinausgehende grundsätzliche Bedeutung zu. Das hat Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in Berlin erklärt. Laut dem ver.di-Chef geht es um die zukünftige Gestaltung der Arbeitsverhältnisse im digitalen Zeitalter. Amazon beabsichtige mit seiner Ablehnung von Gewerkschaften als Verhandlungspartnern »amerikanisierte Arbeitsbeziehungen« nach Europa zu exportieren. Der Versandhändler wolle einseitig festlegen, zu welchen Bedingungen gearbeitet werden muss. Ein Durchbruch zeichne sich deshalb auch nach den jüngsten Streiks beim Versandhändler kurzfristig nicht ab. Dennoch erklärte Bsirske: »Ich bin überzeugt, dass es am Ende zu einer tariflichen Anerkennung der Gewerkschaft als Verhandlungspartner kommt.« Zudem bereite ver.di nun eine Initiative vor, den Einzelhandelstarifvertrag für den Versandhandel für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.01.2015, Seite 5, Inland

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