Zum Inhalt der Seite

Ein Kopf-Tefillin

In Terezín (Tschechische Republik) sind bei der Sanierung eines Dachbodens persönliche Gegenstände ehemaliger Häftlinge des von deutschen Faschisten eingerichteten Ghettos Theresienstadt entdeckt worden, darunter Schuhe, Fotos, Kofferanhänger und ein Kopf-Tefillin. Das ist ein handgeschriebenes Pergament mit Bibelversen, eingerollt in einem kleinen schwarzen Schächtelchen. Tefillin werden bei jüdischen Morgengebeten an der Stirn und am Arm angelegt. Das Haus, in dem die Gegenstände beim Austauschen eines Dachbalkens entdeckt wurden, diente zwischen 1942 und 1945 als Unterkunft für jüdische Häftlinge. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.12.2014, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!