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»Stille SMS« bei Behörden beliebt

München. Details der Überwachungspraxis deutscher Behörden hat am Freitag die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht. Die Zeitung bezieht sich auf eine kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jan Korte und Andrej Hunko (Linke). Demnach werde von der Regierung eingeräumt, dass Bundespolizei, Zoll, Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst »stille SMS« verwenden, um Personen zu orten. Im Verteidigungsministerium arbeite man daran, Mobilfunk flächendeckend abzuhören und automatisiert auszuwerten. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2014, Seite 2, Inland

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