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»Mord ohne Leiche« beschäftigt BGH

Karlsruhe. Der Fall eines »Mordes ohne Leiche« beschäftigt seit Mittwoch den Bundesgerichtshof (BGH). Eine Mutter verschwand spurlos, ihr Mann soll sie getötet haben: Die Richter müssen klären, ob das Landgericht Köln den Angeklagten in einem Indizienprozeß zu Recht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt hat. Der BGH will sein Urteil am 22. Oktober verkünden. Der Fall beschäftigt den BGH zum zweiten Mal: Im ersten Prozeß waren der Ehemann, dessen Schwester und deren Mann wegen gemeinschaftlichen Mordes 2009 verurteilt worden. Als Grund nannte das Gericht einen Sorgerechtsstreit. Da es aber zu Unrecht Selbstgespräche des Mannes aus einem verwanzten Auto als Beweis verwendet hatte, hob der BGH das Urteil auf. Daraufhin verurteilte das Landgericht nur noch den Mann wegen Mordes, die beiden anderen sprach es frei. Dagegen gingen sowohl der Verurteilte als auch eine Schwester der Verschollenen in Revision. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2014, Seite 5, Inland

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