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12.08.2014
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Keine Urlaubshilfefür arme Kinder
Berlin. Die Bundesregierung plant aktuell keine zusätzlichen Hilfen, um Kindern aus armen Familien eine Urlaubsreise zu ermöglichen. Sprecher des Familien- und des Arbeitsministeriums verwiesen am Montag in Berlin auf bereits bestehende Angebote der verschiedenen Sozialverbände und Kirchen. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, hatte am Montag in der Zeitung Die Welt gefordert, Kinder bei Urlaubsreisen finanziell zu unterstützen. Es müsse garantiert sein, daß vor Ort über die Jugendverbände Freizeitfahrten und Ferienreisen angeboten würden und kein Kind ausgeschlossen bleibe, nur weil es kein Geld habe, sagte Schneider. Einen »neuen Gutscheinmurks«, wie es ihn beim Bildungs- und Teilhabepaket gegeben habe, das 2011 eingeführt worden war, will Schneider allerdings verhindern. »Es muß vor Ort geregelt werden, wie die Förderung passiert«, sagte er. Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping hatte für bedürftige Erwachsene Urlaubsgutscheine in Höhe von 500 Euro und für Kinder kostenlosen Urlaub in Ferienlagern angeregt. (dpa/jW)
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