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Höge geehrt

Der Berliner Journalist und Schriftsteller Helmut Höge erhält in diesem Jahr den mit 15000 Euro dotierten Ben-Witter-Preis. Die Jury (Aloys Behler, Benedikt Erenz, Joachim Kersten, Theo Sommer) ehre einen »Vorsichhindenker«, den »Miterfinder der Endlosrecherche, die sich von Redaktionsschlüssen und Erscheinungsterminen unabhängig gemacht hat«, teilte der Zeitverlag mit.

Aktuell verfasse Höge im Verlag Peter Engstler die Schriftenreihe »Kleiner Brehm«, in der er seinen Lesern Spatzen, Gänse, Hunde, Elefanten, Pferde, Affen und Schwäne auf unnachahmliche Weise nahebringe, hieß es weiter. Höge, der 1947 in Bremen geboren wurde, hat in der Frankfurter Rundschau und in Die Zeit veröffentlicht. Heute schreibt er überwiegend für die taz und die junge Welt.

Seit Jahren beliebt ist seine jW-Kolumne »Wirtschaft als das Leben selbst«. Die von dem 1993 verstorbenenen Schriftsteller und Zeit-Journalisten Ben Witter gestiftete Auszeichnung wird seit 1995 vergeben. Zu den Preisträgern gehören Gabriele Goettle, Linus Reichlin, Hermann Unterstöger, Willi Winkler, Thomas Kapielski, Georg Stefan Troller, Wiglaf Droste, Fanny Müller, Ulrich Holbein, Rolf Vollmann. Im vergangenen Jahr wurde Susanne Fischer geehrt. Die Preisverleihung ist für Montag, den 27. Oktober 2014, um 19 Uhr im Hamburger Literaturhaus geplant.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.08.2014, Seite 12, Feuilleton

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