-
02.08.2014
- → Inland
Greenwald sagt nicht vor NSA-Ausschuß aus
Berlin. Der US-amerikanische Journalist Glenn Greenwald steht nicht als Zeuge für den NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestags zu Verfügung. Greenwald, der mit den Informationen von Edward Snowden die Spähaffäre ins Rollen gebracht hatte, begründete dies in einer E-Mail am Freitag mit dem Umgang des Gremiums mit dem Whistleblower sowie mit mangelndem Aufklärungswillen von deutscher Seite. Durch die Ablehnung, den früheren NSA-Mitarbeiter anzuhören, zeigten die Parlamentarier, daß es ihnen wichtiger sei, die USA nicht gegen sich aufzubringen. Er lehne es ab, an einem »Ritual« teilzunehmen, das die »Illusion einer Untersuchung« darstelle, aber tatsächliche Aufklärung vermeide. (AFP/dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland