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Greenwald sagt nicht vor NSA-Ausschuß aus

Berlin. Der US-amerikanische Journalist Glenn Greenwald steht nicht als Zeuge für den NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestags zu Verfügung. Greenwald, der mit den Informationen von Edward Snowden die Spähaffäre ins Rollen gebracht hatte, begründete dies in einer E-Mail am Freitag mit dem Umgang des Gremiums mit dem Whistleblower sowie mit mangelndem Aufklärungswillen von deutscher Seite. Durch die Ablehnung, den früheren NSA-Mitarbeiter anzuhören, zeigten die Parlamentarier, daß es ihnen wichtiger sei, die USA nicht gegen sich aufzubringen. Er lehne es ab, an einem »Ritual« teilzunehmen, das die »Illusion einer Untersuchung« darstelle, aber tatsächliche Aufklärung vermeide. (AFP/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2014, Seite 1, Inland

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