Zum Inhalt der Seite

BER: Vorwürfe wegen Korruption

Berlin. Eine Korruptionsaffäre droht, den Zeitplan für den Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER weiter zurückzuwerfen. Flughafengeschäftsführer Hartmut Mehdorn hat den Technikchef Jochen Großmann wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit beurlaubt. Außerdem wurde laut einer Stellungnahme der Betreibergesellschaft die zuständige Staatsanwaltschaft in Neuruppin über den Fall informierte. Großmann sollte die Brandschutzanlage im neuen Terminal in Gang bringen und damit das Haupthindernis für die Inbetriebnahme des Flughafens überwinden. Ermittler hatten am Dienstag seine Wohnung und Büros in Dresden und Berlin durchsucht und Unterlagen sowie Datenträger beschlagnahmt. Sie suchen Beweise dafür, daß Großmann für die Vergabe eines Auftrags 500 000 Euro verlangt habe. Geflossen sei das Geld laut Staatsanwaltschaft aber nicht. Der Ingenieur muß nun mit der fristlosen Kündigung rechnen. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2014, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!