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Mißhandlung in Polizeigewahrsam

Saarbrücken. Ein Kommissar der Polizei soll laut Saarbrücker Zeitung von Donnerstag einen Festgenommenen schwer mißhandelt und gefoltert haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Beamten wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung, Bedrohung und Freiheitsberaubung. Der Polizist soll das am Boden liegende und gefesselte Opfer mit Pfefferspray und Fußtritten traktiert haben. Anschließend habe er mit seiner Dienstwaffe auf den Festgenommenen gezielt. Laut der Zeitung wird in Reihen der Saarbrücker Polizei in diesem Zusammenhang von »Scheinerschießungen« gesprochen. Der Vorfall soll sich bereits am 9. Februar ereignet haben. Der 29jährige Beamte sei vorläufig vom Dienst suspendiert worden, außerdem wurden disziplinarrechtliche Ermittlungen gegen ihn angeordnet. Sein damaliger Streifenkollege, der gegen den Kommissar aussagte, sei intern versetzt worden.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2014, Seite 5, Inland

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