-
20.02.2014
- → Ausland
Gül unterzeichnet Internetgesetz
Istanbul. Die Opposition in der Türkei hat Staatspräsident Abdullah Gül vorgeworfen, mit der Zustimmung zum neuen Internetgesetz bei der Verschleierung von Korruptionsfällen im Umfeld der Regierung geholfen zu haben. Gül sei zum »Partner« bei diesen Versuchen geworden, erklärte Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu. Der Präsident hatte das Gesetz am Dienstag abend unterzeichnet. In der Türkei selbst und in der EU wurde kritisiert, daß die Regierung das Recht erhält, Internetseiten aufgrund von angeblichen Beleidigungen zu sperren. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland