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Schulz verwahrt sich gegen Kritik

Jerusalem. Nach einem Eklat in der Knesset in Jerusalem hat sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz gegen Kritik rechter Abgeordneter verteidigt. »Ich war in der Knesset verpflichtet, die Position des Europäischen Parlaments darzulegen. Ich kann natürlich nicht nur die Dinge sagen, die allen gefallen. Ich muß auch die konfliktträchtigen Dinge vortragen«, sagte Schulz am Mittwoch der Onlineausgabe der Welt. Abgeordnete der siedlernahen Partei »Jüdisches Haus« hatten während der Rede von Schulz schimpfend das Plenum verlassen und »Schande« gerufen, als der den Bau weiterer israelischer Siedlungen in den Palästinensergebieten und den »Boykott« des Gazastreifens kritisiert. Israels Wirtschaftsminister Naftali Bennett forderte später gar eine Entschuldigung. Schulz sieht dazu keinen Grund. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2014, Seite 6, Ausland

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