-
11.02.2014
- → Inland
Glaeseker-Prozeß: Wulff erinnert sich
Hannover. Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat als Zeuge im Prozeß bisherige Aussagen über seinen angeklagten ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker korrigiert. Anders als bei der Staatsanwaltschaft 2012 bestätigte Wulff am Montag im Landgericht Hannover, von den Reisen Glaesekers zum mitangeklagten Partymanager Manfred Schmidt nach Spanien und Frankreich gewußt zu haben. Die Reisen seien ihm »inzwischen wieder eingefallen«, sagte Wulff. In dem seit Dezember laufenden Korruptionsprozeß hatten zuvor mehrere Zeugen erklärt, Wulff sei immer über die Aktivitäten Glaesekers informiert gewesen. Dem hatte Wulff bislang widersprochen.
Glaeseker wird Bestechlichkeit vorgeworfen: Er habe sich von Schmidt für sein Engagement bei der Sponsorensuche für Prominentenfeste einladen lassen, so die Anklage. (dpa/jW)
Glaeseker wird Bestechlichkeit vorgeworfen: Er habe sich von Schmidt für sein Engagement bei der Sponsorensuche für Prominentenfeste einladen lassen, so die Anklage. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland