Zum Inhalt der Seite

Expreßüberweisung statt Termingarantie

Düsseldorf. Kassenpatienten sollen nach Ansicht von Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery künftig schneller vom Hausarzt zu einem Facharzt vermittelt werden können. »Das Terminmanagement muß in den Händen der Ärzte bleiben«, sagte Montgomery der Rheinischen Post vom Freitag. »Dafür könnte man eine neue Form der dringlichen Überweisung schaffen.« Mit der »dringlichen Überweisung« will Montgomery die von der Regierung geplante Termingarantie verhindern, wonach Patienten in ein Krankenhaus gehen können, wenn sie nicht binnen vier Wochen einen Termin beim Facharzt erhalten. Denn diese Garantie würde die Ärzteschaft bares Geld kosten. Geht der Patient ins Krankenhaus, soll seine Behandlung aus deren Krankenkassenbudget bezahlt werden, besagen die Regierungspläne. Montgomery hält das erwartungsgemäß für »unsinnig«.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2013, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!