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Sexistischer Alltag in französischen Büros

Paris. Auch wenn die Anrede »Süße« für Frauen im privaten Rahmen passend sein kann, ist sie im Berufsleben eher als Herabsetzung der Angesprochenen gemeint. Etwa die Hälfte der weiblichen Beschäftigten in Frankreich wurde schon einmal mit solchen »Kosenamen« von Kollegen bedacht. Dies berichtete der Tagesspiegel am Dienstag mit Bezug auf eine Studie, die der Rat für berufliche Gleichstellung in Frankreich in Auftrag gegeben hatte. Für die Untersuchung, deren Ergebnisse am Dienstag der französischen Frauenrechtsministerin übergeben wurden, sind vor allem leitende Angestellte großer Unternehmen befragt worden. Mehr als die Hälfte der befragten Frauen gab an, schon einmal bewußt in der Karriere behindert worden zu sein. Acht von zehn Frauen erklärten, daß Sexismus einen festen Platz in der Arbeitswelt habe. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2013, Seite 15, Feminismus

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