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19.10.2013
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Sotschi: Aus Protest Mund zugenäht
Sotschi. Mit einer drastischen Maßnahme hat ein Beschäftigter gegen die Arbeitsbedingungen in der Olympiastadt Sotschi protestiert. Der Mann hatte sich den Mund zugenäht und versucht, mit einem Plakat vor dem Internationalen Pressezentrum auf seine Lage aufmerksam zu machen. Seit zwei Monaten sei er nicht mehr bezahlt worden, jetzt trete er in einen Hungerstreik. Die Bedingungen für die rund 50000 Gastarbeiter in der Stadt an der Schwarzmeerküste werden seit Monaten von Menschenrechtsorganisationen angeprangert. Die Männer arbeiteten auf den olympischen Baustellen unter unwürdigen Bedingungen und werden schlecht oder gar nicht bezahlt. (AFP/jW)
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