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Willkommensbehörde statt Ausländeramt

Nürnberg. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) übt sich in Sprachkosmetik, will aber nach eigenem Bekunden auch für einen sensibleren Umgang in deutschen Ausländerbehörden sorgen. In zehn Ämtern solle dies in den kommenden zwei Jahren beispielhaft erprobt werden, kündigte die Nürnberger Bundesbehörde am Freitag an. Aus Ausländerämtern müßten »Willkommensbehörden« werden, so der Präsident des Bundesamtes, Manfred Schmidt, in einer Mitteilung. Im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts sollen die Abläufe in den Behörden »kundenfreundlicher« gestaltet werden. Zudem würden Mitarbeiter in Fortbildungen für die Lage der Migranten sensibilisiert, teilte das Bundesamt zum Auftakt des Modellprojekts mit. An diesem beteiligen sich neben den Ausländerämtern in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), Deggendorf (Bayern) und Potsdam die Ausländerbehörden im Wetterauskreis (Hessen), in Essen, Mainz, Chemnitz, Magdeburg, Kiel und Weimar. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2013, Seite 1, Inland

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