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27.09.2013
- → Inland
Programmierer kritisiert NSA
Hamburg. Der Erfinder der Verschlüsselungssoftware »Pretty Good Privacy«, Phil Zimmermann, sieht große Gefahren durch den Datenraub von Geheimdiensten. Er bewundere zwar die technische Leistung der NSA-Analysten – »aber sie ist zerstörerisch für die Demokratie«, kritisierte Zimmermann am Donnerstag bei einer Konferenz des Software-Herstellers Open-Xchange in Hamburg. Wenn eine Regierung allwissend sei, erhöhe dies die Versuchung, dieses Wissen zu mißbrauchen. Zugleich warnte der Informatiker die Menschen in Deutschland davor, sich vor allem auf die Internet-Überwachung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA zu konzentrieren und dabei die Dienste im eigenen Land außer acht zu lassen. »Für mich ist weniger relevant, wenn zum Beispiel die Chinesen mich abhören. Sie können nicht mitten in der Nacht meine Tür eintreten und mich festnehmen.«
(dpa/jW)
(dpa/jW)
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