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Prozeß um Todesfälle nach Leber-OPs

Göttingen. Im Göttinger Prozeß um Organtransplantationen hat sich das Landgericht erstmals mit den angeklagten Fällen von Körperverletzung mit Todesfolge beschäftigt. Am Mittwoch ging es um einen Mann aus Thüringen, dem der angeklagte Arzt zwei Lebern transplantiert haben soll. Die Staatsanwaltschaft glaubt, daß dem Mann anders als mit einer Transplantation hätte geholfen werden müssen. Der angeklagte frühere Chef der Transplantationsmedizin am Göttinger Uniklinikum soll drei Patienten Lebern ohne ausreichenden medizinischen Grund übertragen haben. Die Patienten waren nach den Transplantationen gestorben. Er ist außerdem wegen versuchten Totschlags in elf Fällen angeklagt. Der 46jährige soll mit manipulierten medizinischen Daten dafür gesorgt haben, daß seine Patienten bevorzugt Spenderorgane erhielten. Weitere Patienten seien deshalb möglicherweise gestorben.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2013, Seite 4, Inland

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