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Türkei: Skandal um Demonstrantentod

Istanbul. In der Türkei geht die Justiz dem Verdacht nach, daß Polizei und Gutachter den Tod eines regierungskritischen Demonstranten vertuschen wollten. Der Staatsanwaltschaft im westtürkischen Eskisehir geht es um die Frage, ob und wie Aufnahmen von Überwachungskameras gelöscht wurden, die die tödliche Prügel zeigen. Experten der Militärpolizei waren zu dem Schluß gekommen, daß insgesamt viermal versucht wurde, die Bilder zu löschen. Die Fachleute konnten die Aufnahmen aber wieder herstellen, was zur Anklage gegen acht Beschuldigte führte, darunter vier Polizisten.

Derweil haben Demonstranten in der Nacht zu Freitag in mehreren türkischen Städten erneut gegen Polizeigewalt protestiert. Anlaß war der Tod eines 22jährigen Regierungsgegners am Montag in der südtürkischen Stadt Antakya.

(AFP/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.09.2013, Seite 7, Ausland

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