Zum Inhalt der Seite

Polizei: Demonstrant soll verunglückt sein

Istanbul. Die türkische Polizei hat nach Angaben der Regierung keine Schuld am Tod eines am Montag abend gestorbenen Demonstranten. Videomaterial zeige, daß der 22jährige während einer Protestkundgebung in der südtürkischen Stadt Antakya vom Dach eines Gebäudes gefallen sei. Das sagte Innenminister Muammer Güler am Mittwoch nach Angaben örtlicher Medien. Augenzeugen und Verwandte hatten angegeben, der Mann sei von einer Tränengaspatrone der Polizei am Kopf getroffen worden. Präsident Abdullah Gül äußerte sein Bedauern über den Tod des 22jährigen. Nach dem jüngsten Todesfall war es am Dienstag abend in Istanbul, Ankara und Izmir zu Protesten und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. In Istanbul gab es 40 Festnahmen.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2013, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!