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Verrückt feiern

Unter dem Titel »Pride Parade – behindert und verrückt feiern« wollen behindertenpolitische und psychia­triekritische Gruppen am heutigen Samstag in Berlin demonstrieren. Eingeladen sind, wie es auf der Webseite des Bündnisses heißt, »Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Kranke und Normalgestörte« sowie ihre Unterstützer. »Wir zeigen uns«, schreiben die Veranstalter, »unsere Buckel und schiefen Hüften, unsere Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten! Wir nutzen die U-Bahn mit dem Rollstuhl, beanspruchen Assistenz und verreisen mit dem Pflegebett. Nächtens in den Clubs blinken die Lichter unserer E-Rollis im Takt. Wir räkeln uns am Strand, auch wenn ein Bein fehlt. Wir hinterfragen den kapitalistischen Zwang, funktionieren zu müssen. Wir wollen eine Gesellschaft, die bereit ist, Barrieren abzubauen, statt Menschen als ›krank‹, ›gestört‹ und ›nicht normal‹ auszusortieren.« Auf der Parade wird unter anderem Theresia Degener als Rednerin erwartet. Die Bochumer Jura-Professorin war als deutsche Delegierte an den Verhandlungen um die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen beteiligt. Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am Hermannplatz in Berlin-Neukölln. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2013, Seite 13, Feuilleton

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