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Küstenwachen bringen Flüchtlingsboote auf

Rom. Einen Tag nach dem Besuch von Papst Franziskus auf der Insel Lampedusa haben die Küstenwachen Italiens, Maltas und Libyens Hunderte Flüchtlinge festgesetzt. Fünf Handelsschiffe seien umgeleitet worden, um mehr als dreihundert in Schwierigkeiten geratenen Flüchtlingen auf drei Booten zu helfen, teilte die italienische Küstenwache am Dienstag mit. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die griechische Küstenwache scharf. Sie mache Flüchtlingsboote manövrierunfähig, schiebe sie in türkische Gewässer zurück und setze damit das Leben von Frauen, Kindern und Männern aus Ländern wie Syrien und Afghanistan aufs Spiel, hieß es in einem am Dienstag vorgestellten Bericht. Die Küstenwache ignoriere »schamlos« internationales Recht, erklärte Amnesty-Asylexpertin Franziska Vilmar. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2013, Seite 1, Ausland

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