Zum Inhalt der Seite

Petrocaribe gegen Armut

Managua. In Managua ist am Samstag das VIII. Gipfeltreffen von Petrocaribe zu Ende gegangen. Die Delegationen von 20 Mitgliedsländern vereinbarten bei der Tagung neue Schritte für eine gemeinsame Wirtschaftsentwicklung und weitere Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und die Lebensmittelversorgung. Im Mittelpunkt müsse die Beseitigung der Armut in Zentralamerika und der Karibik stehen, forderte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro.

Boliviens Präsident Evo Morales, der als Ehrengast an dem Treffen teilnahm, kritisierte das Verhalten »einiger südamerikanischer Länder« – gemeint war Kolumbien –, die Abkommen mit der NATO anstreben. Diese sei jedoch »ein Synonym für Krieg, Tod und Invasionen« . Er schlug vor, die von Petrocaribe vereinbarte wirtschaftliche Zusammenarbeit durch eine gemeinsame Zusammenkunft mit der antiimperialistischen Allianz ALBA weiter voranzutreiben.
Anzeige


Petrocaribe ist eine 2005 auf Initiative Venezuelas gegründete Wirtschaftsgemeinschaft. In deren Rahmen liefert Caracas den Staaten Zentralamerikas und der Karibik Erdöl zu Vorzugspreisen. Zudem zahlt Venezuela für jedes gelieferte Barrel 50 Cent in einen sozialen Hilfsfonds ein. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2013, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!