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Massenmörder aus Ruanda verurteilt

Stockholm. Ein schwedisches Gericht in Stockholm hat einen 54jährigen Ruander wegen Beteiligung am Völkermord zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Mann, der zur Volksgruppe der Hutu gehört, war vor 19 Jahren in mehrere Massaker in Kibuye im Westen Ruandas involviert. Er habe eine informelle Führungsrolle innegehabt und selbst mit einer automatischen Waffe auf eine Menschenmenge geschossen, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Es ist das Urteil wegen Völkermordes in Schweden überhaupt. Die Behörden hatten eine Auslieferung an Ruanda abgelehnt, weil der Mann die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.06.2013, Seite 7, Ausland

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